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Zeitfresser 2012 (I)

Es ist ja nicht so, dass ich neben Arbeiten, Familie und Hobbies wie Fantasy-Rollenspiel, Musikmachen und Schreiben viel Zeit hätte…aber wenn ich welche finde, verbringe ich diese derzeit mit diesen drei sehr unterschiedlichen Spielen.

Battlefield 3
Okay, darüber muss ich wohl kaum Worte verlieren. BF3 ist DER Teamshooter, allein technisch verweist das Spiel so ziemlich die gesamte Konkurrenz auf die Plätze. Knackscharfe Texturen, unglaubliche Lichteffekte und eine Physikengine, mit der sich ganze Gebäude pulverisieren lassen, setzen Maßstäbe. Ingame sieht das Ganze exakt genauso fantastisch aus wie im Trailer, Spieltiefe und Umfang sind enorm, hunderte Upgrades, Titel und Medaillen wollen erspielt werden. Hooah!

 

Defense Grid
Ich hatte mit “Tower Defense”-Spielen bislang überhaupt nichts am Hut. Doch irgendwann stolperte ich über “Lair Defense” ein kleines, nettes Spielchen für Android und zocke das seitdem quasi täglich auf meinem Handy. Ich hatte damals von “Defense Grid” gehört und schon seit einer Weile überlegt, mir das Spiel zuzulegen…tja, und auf Steam gabs das gute Stück jetzt inklusive diverser DLCs (sogar einer im Portal-Universum mit GLaDOS!) für kleines Geld. Da hab ich zugeschlagen. Tolles Spiel für Knobelfreunde.

 

Just Cause 2
Ich habe schon den ersten Teil wegen des immensen Spaßfaktors geliebt. Einfach ein Fahrzeug schnappen, durch die Gegend brettern, sich mit der Polizei anlegen, sich per Greifhaken an Hubschrauber hängen etc. macht tierisch Laune. Auch im zweiten Teil geht all das und mehr, die Grafik ist schlicht atemberaubend (die Weitsicht ist unfassbar!) und überall lassen sich effektvoll Dinge kaputtmachen, wofür man sogar belohnt wird! Das ist mein Spiel. Die Story passt auf einen Bierdeckel, aber egal, der Rest stimmt.

 

Skyrim
Noch nicht gekauft, aus purer Angst, dann gar kein real-life mehr zu haben. Und ich warte sowieso lieber, bis die Bugs gefixt sind. #ausrede

 

 

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Ich kann auch anders…nämlich seriös.

An dieser Stelle mal etwas für diesen Blog völlig Ungewohntes…ein sachlicher und vergleichweise professionell verfasster Fachartikel. Von mir, selbstverständlich. Unlängst veröffentlicht in der Zeitschrift “Soziale Psychiatrie”, Ausgabe 1/2012. Ich wurde als Autor angefragt, einen Artikel zum Thema “Einführung in Soziale Netzwerke” zu schreiben und habe das natürlich gern übernommen.

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Was Kinder (nicht) wollen

Nach KAfKA (guckst Du hier) nun also auch kein Alkohol mehr für Kinder im Mutterleib. Die Aktion dazu findet sich unter: http://www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de/. Gute und richtige Sache natürlich, obwohl ich mich frage, wer bitte die Zielgruppe dieser Kampage ist. Diejenigen Mütter, die meinen, trotz Schwangerschaft weiterhin rauchen und/oder saufen trinken zu müssen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine so im Editorial-Stil gehaltene Kampagne auch nur eine solche angehende Mutter erreicht. Leider macht das Ganze auf mich einen halbherzigen Eindruck, offenbar wollte man ein heikles Thema ansprechen, dabei aber niemanden vor den Kopf stoßen.

Genau das müsste aber passieren, um diejenigen Frauen zu erreichen, die aus purer Bequemlichkeit und Selbstsucht ohne Rücksicht auf ihr ungeborenes Kind trinken/rauchen oder sonstwas zu sich nehmen. Dass eine Schwangere nicht weiß, dass Alkohol, Nikotin, Koffein & Co. dem Kind schaden, halte ich selbst in den gern zitierten “bildungsfernen” Schichten für äußerst unwahrscheinlich. Bei Zigaretten wurde eine ganze Weile darüber debattiert, ob auf den Schachteln mehr oder minder schockierende Bilder von Raucherbeinen, verteerten Lungen und anderen Appetitlichkeiten gezeigt werden sollten. Ich habe sowas zumindest bei uns noch nicht gesehen. Bei einer Kampagne, in der es um den Schutz ungeborenen Lebens geht, wäre eine etwas drastischere Darstellung in meinen Augen sinnvoll. Wie soll einer zukünftigen Mutter, die wider besseren Wissens trinkt oder raucht, deutlich gemacht werden, was sie ihrem Kind antut, wenn nicht durch eine Darstellung von Fehlbildungen oder Schädigungen. Man mag das geschmacklos nennen, ich nenne es konsequent. Über die Entscheidung, für ein solches Projekt u.a. Bettina Wulff oder Silvana Koch-Mehrin an Land zu ziehen, mag man streiten wollen, aber letztlich beschränken sich die Aussagen der Promis auf der Website auf kurze Statements und außer nett fotografierten Bildern bleibt irgendwie nicht viel hängen.

Ich bin der Meinung, dass Rauchen, Trinken, Drogenkonsum etc. in der Schwangerschaft unter Strafe gestellt sein sollte. In meinen Augen ist das nichts anderes als vorsätzliche Körperverletzung am eigenen Kind. Es gibt keine Gründe dafür, in der Schwangerschaft Alkohol, Nikotin oder andere potentiell schädliche Stoffe zu sich zu nehmen, außer Egoismus und Ignoranz. (Drogensucht klammere ich hier mal aus, denn diese zu überwinden ist wohl in den wenigsten Fällen eine rein private Willensentscheidung). Wer den eigenen Lebensstil über das Wohl seines Kindes stellt, der sollte keine Kinder haben.

Bleibt zu hoffen, dass ich falsch liege, die Kampagne eine hohe Reichweite entwickelt und dadurch ungeborene Kinder besser geschützt werden. Ich glaube nicht daran.

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Is´ mir doch Wurst

Der eine oder andere hat´s vielleicht mitbekommen, ich bin seit einer Weile Vegetarier. Muss ich mich deshalb über einen Werbespot mit Dirk Nowitzki, in dem er eine Scheibe Wurst geschenkt bekommt, weil er davon so groß und stark geworden ist, aufregen? Über die Verherrlichung des Verspeisens leidenfähiger Kreaturen? Über die Darstellung von Fleischessern als erfolgreiche und humorvolle Personen? Muss ich mich darüber aufregen? Natürlich nicht. Ich bin schließlich keiner dieser Vegetarier/Veganer, die vom hohen Ross der moralischen Überlegenheit aus über das Verhalten anderer Menschen meinen urteilen zu dürfen/müssen. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch für sich allein die Entscheidung treffen muss, ob Fleisch eine Alternative ist oder nicht.

Das scheinen aber eine Menge anderer Personen offensichtlich anders zu sehen, wie bei der Taz zu lesen ist. Schön, dass ich im Blog mal den Begriff “Shitstorm” verwenden kann, bisher kannte ich den nur aus den Dexter-Romanen, aus dem Munde von Debra. Aber gut, ein “Shitstorm” ist bzw. war also im Gange zwischen militanten Vertreter beider Lager, der Fleischesser und der Vegetarier. Ich beteilige mich nicht an so etwas, da das natürlich nur polemischer Bullshit ist und letztlich dem (aus Sicht der Vegetarier) verhassten Werbespot zu noch mehr Popularität verhilft. Dass natürlich in solch einer, nennen wir es mal “Diskussion”, keine sachlichen Argumente ausgetauscht werden und niemand plötzlich von der Meinung der Gegenseite überzeugt werden kann, liegt auf der Hand. Aus Vegetariersicht also ein klassiches Eigentor, denn außer dass man der Fraktion der Fleischesser mehr Nahrung (haha!) für die Argumentation gegen uns engstirnige Fleischverweigerer gibt, passiert nichts. Aber gut, vielleicht muss das so sein.

Solange Fleischereien ihre Produkte mit Bilder von lachenden Schweinen und lustig dreinschauenden Kühen verzieren dürfen, denke ich, dass ein Dirk Nowitzki gern im TV seine Scheibe Fleisch essen darf. Wann werden Beerdigungsinstitute eigentlich mit Bildern von lachenden Rentnern dekoriert? Makaber, oder? Aber fröhliche Schweine, glückliche Hühner etc. sind okay? Auch wenn man weiß, dass selbst auf den ach-so-korrekten Biohöfen die Tiere nach einem kurzen und natürlich wenig “natürlichen” Leben (eingesperrt sein kann man kaum natürlich nennen) auf der Schlachtbank enden, gibt man sich der Illusion eines “glücklichen” Tiers hin? Gut, genug die Moralkeule geschwungen.

Letztlich muss jeder vor sich selbst vertreten können, ob Fleisch auf den Tisch kommt und wenn ja, ob es vom Biohof oder aus der Massenhaltung kommt. Mir ist das ehrlich total Wurst (!), ob andere Menschen jeden Tag Currywurst, Steak oder Hackepeter in sich reinschaufeln, solange ich nicht gezwungen werden, das auch tun zu müssen.

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siehe auch: “Vorsätze, gute”

Das Jahr geht zu Ende und ich mache mir Gedanken, was in 2012 anders werden oder auch so bleiben soll wie es ist.

Hier also eine kleine Liste der Dinge, die ich mir für 2012 vornehme:

1. Weiterhin vegetarisch leben
Ja, ich werde auch in 2012 und voraussichtlich in allen folgenden Jahren vegetarisch leben, habe mir aber vorgenommen, noch mehr auf Ernährung und andere Dinge zu achten. Nein, keine Sorge, Veganismus ist kein Thema :)

2. Weniger Kompromisse eingehen
Klar, Rücksicht nehmen ist nötig und sinnvoll. Aber wenn ich eins gelernt habe in den letzten Jahren, dann, dass es manchmal besser ist, keinen Kompromiss einzugehen, auch wenn das bedeutet, dass man dadurch vermeintliche Chance ausschlägt. Aber ich empfinde es als notwendig, auch wieder mehr an mich zu denken.

3. Schreiben und Musik machen
Naja, dass kheryha & lito. in 2011 quasi brach lagen und nicht viel passiert ist, ist keine wirkliche Neuigkeit. Dass ich schriftstellerisch quasi nichts geschafft habe auch nicht. Das soll (und wird!) sich in 2012 ändern. Es wird Kurzgeschichten, neue Musikstücke und zumindest Teile meines Romans zu lesen geben, daneben soll das Bloggen wieder mehr (oder überhaupt einen) Stellenwert erhalten.

4. Weniger gestresst sein
Rückblickend war 2011 ein anstrengendes Jahr, was nicht nur negativ zu verstehen ist. Die Geburt meines Sohnes hat anhaltenden Stress ausgelöst, der aber durchaus seine schönen Seiten hat. Der Job hat einige Male für sehr anstrengende Passagen gesorgt, gerade zum Jahresende hin ist es immer der Horror. Aber, auch das habe ich gelernt, den Stress macht man sich zum Großteil selbst. Das heißt also, dass ich selbst mehr darauf achten werde, mich nicht unnötig unter Druck zu setzen und vor allem, den Stress nicht auf Menschen zu übertragen, die nichts dafür können.

Zugegeben, das ist jetzt nicht die umfangreichste Liste guter Vorsätze, aber ich wäre vollauf zufrieden, wenn ich diese am Ende des kommenden Jahres als erledigt ansehen könnte.

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Modewort Burn-out

Kaum ein Wort wird wohl derzeit so inflationär gebraucht wie “Burn-out”. Hat man Stress auf der Arbeit, steuert man auf ein Burn-out-Syndrom zu, schläft man mal schlecht oder fühlt sich leer und “ausgebrannt”, droht das Damoklesschwert des Burn-out auf den hilflosen Menschen herabzusausen. Zunächst passt das natürlich zusammen: viel Stress und ein nervenzehrender Alltag führen zum Gefühl der inneren Leere bis hin zu depressiven Zuständen. Naja, in der Theorie ergibt das schon Sinn…

…aber man weiß ja, wie das mit Theorien so ist. Viele, die meinen, von Burn-out betroffen zu sein, zeigen typische Symptome einer Depression. Aber Burn-out klingt ja viel schöner und vor allem ist das so schön Englisch. Und überhaupt, wer unter Depressionen leidet, der hat doch sowieso einen an der Waffel, oder? Folgt man also der Logik, müssten ja besonders stressige Berufe oder Arbeitsbereiche überproportional viele Fälle von Burn-out hervorbringen, was aber offenbar nicht der Fall ist. Eher das Gegenteil.

Schönes Zitat zu diesem Thema (Quelle):

Warum gibt es Menschen, die rund um die Uhr im Einsatz sind und dennoch einen völlig entspannten Eindruck vermitteln, während andere bei einem „9 to 5“-Job gestresst bis zum Burn-out sind. Und mehr noch, warum leiden sogar Arbeitslose unter Stress? Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. An der Menge der Arbeit kann es wohl nicht liegen. Bleibt also nur die Art der Arbeit.

Aha, also nicht die Zahl der Wochenstunden, sondern die Art der Tätigkeit soll also bestimmen, ob wir uns ausgebrannt fühlen? Das scheint mir einleuchtend, denn obwohl ich mich gern und viele Stunden am Stück Tätigkeiten hingeben mag, die mir Spaß machen, die mich intrinsisch motivieren, kann ich mich nur schwer motivieren, auch nur einen Bruchteil dieser Begeisterung für Aktivitäten aufzubringen, die mir so gar nicht gefallen. Natürlich geht man Kompromisse ein, motiviert sich, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen, arbeitet länger wenn nötig, macht geschäftliche Reisen, bei denen man vor dem ersten Hahnenschrei aufsteht und mit der Nachtigall zu Bett geht, aber irgendwann ist dieses Reservoir an intrinsisch aufgebauter Motivation verbraucht. Oder “ausgebrannt”? Dann zählt, ob auch extrinsische Motivation vorhanden ist, ob der Job also Spaß macht, ob Mehrleistung auch mehr honoriert wird, ob das Arbeitsklima stimmt und so weiter. Wenn das nicht der Fall ist, beginnt ein kräftezehrender Marathon, den man so lange durchhält, bis entweder irgendwas passiert, oder einem die Augen geöffnet werden. Aber Burn-out würde ich das dennoch nicht nennen. Eher Stress, der vermieden werden könnte, indem man entweder an den Bedingungen des Arbeitslebens ansetzt oder sich beruflich neu orientiert.

Wahrscheinlich kann man sehr schnell herausfinden, ob man an einer Depression, oder tatsächlich an einem stressbedingten Burn-out leidet. Schläft man länger, entspannt sich, nimmt vielleicht Urlaub und die Symptome *verschlimmern* sich, ist es wohl kein Burn-out, sondern eher eine Depression. Uncool, aber wahr. In diesem Fall hilft, so widersinnig es auch klingen mag, angeblich Schlafentzug wesentlich mehr. Wenn man die dadurch gewonnene Zeit allerdings sofort wieder in die Arbeit steckt, klopft wohl bald wirklich das Burn-out an die Tür.

Also, genauer hinschauen und in sich hineinhören lohnt sich. Habe ich mir auch vorgenommen für 2012.

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Heute mal: Musik!

Hier zum ausklingenden Jahr noch mal ein paar schon ältere Titel von kheryha & lito. In 2012 wird´s dann auf jeden Fall neues Futter geben.

electronics by kheryha & lito by Crennas

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Niederschreiben hilft…

…das merke ich gerade mehr als deutlich.

Fast das ganze letzte Jahr trug ich Dinge mit mir herum, die aufgeschrieben werden wollten, aber auch einer Reihe von Gründen nicht den Weg aufs Papier (bzw. in die digitale Welt) gefunden haben. Das wird sich nun ändern, nicht nur inspiriert durch die neue Hardware, die Santa gebracht hat (ich nenne nun ein schickes Asus 1018P Netbook mein eigen), sondern auch, weil ich erkannt habe, dass die für das Aufschreiben aufgewandte Zeit sich doppelt und dreifach bezahlt macht. Schwirren all die kruden und düsteren Ideen nicht länger im Kopf umher, kann sich das Denken auch mal wieder anderen Dingen zuwenden. Angesichts eines sehr stressigen vergangenen Jahres *muss* ich einfach wieder mehr (oder überhaupt mal) etwas schreiben.

Ich habe gerade einen Account bei issuu.com angelegt, über diesen werde ich dann längere Werke wie Kurzgeschichten oder den Fortschritt meines Romans veröffentlichen. Hier im Blog liest sich das einfach nicht so toll, per embedded reader von issuu macht das schon viel mehr her. Das Schöne an issuu ist, dass es sich sehr einfach bedienen lässt, gut aussieht, kostenfrei genutzt werden kann und auch Statistiken über Aufrufe ausspuckt.

Ideen für die demnächst zu erwartenden Kurzgeschichten sind gerade aufgeschrieben worden, mein Kopf freut sich über diese Entlastung. Da mein Netbook zu meinem ständigen Begleiter avancieren wird, ist damit zu rechnen, dass die ersten Veröffentlichungen nicht lange auf sich warten lassen werden. Sobald die ersten Worte zu lesen sind, werde ich hier auf dem Blog eine Unterseite anlegen, die dann direkt zu den einzelnen Geschichten verweist. Ach ja, Erbauliches für kuschelige Winterabende wird kaum dabei sein. Wollte ich nur gesagt haben, damit hinterher keine Klagen kommen.

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Mehr kheryha in 2012

Nachdem ich mit meinen Bestrebungen, mehr bloggen, Musik machen und generell schreiben zu wollen, in 2011 recht kläglich gescheitert bin, ist nun der Plan gefasst, genau das (und diesmal wirklich) in 2012 zu schaffen.

Das überarbeitete Design von kheryha (hier kommt das wirklich vorzügliche “arras”-Theme zum Einsatz) ist nur der erste Schritt, auch hieran wird sich noch einiges ändern…meine recht beschränkten CSS-Kenntnisse verzögern den Umbau ein wenig :) aber man kann ja nicht alles können. Irgendwann gibt´s auch ein Headerbild und so.

Neben dem üblichen Geblogge soll und wird es in 2012 mehr Musik von kheryha & lito. geben und darüber hinaus auch eigene schriftstellerische Sachen. Ich trage schon seit gefühlten Ewigkeiten jede Menge Ideen für meinen Roman, Kurzgeschichten, Gedichte und Songtexte mit mir herum, die aus Mangel an Zeit und an Gelegenheiten, sich wirklich mal nur darauf konzentrieren zu können, noch immer nur in meinem Kopf existieren. Mit der Zeit machte mir das kreative Chaos im Kopf immer mehr zu schaffen, so dass das jetzt alles mal raus muss. Ich richte dafür spezielle Bereiche auf kheryha.de ein, in denen es dann jeweils Kurzgeschichten und alles andere zu lesen geben wird.

Mittelfristig soll kheryha.de also zu einer richtigen Website werden und nicht mehr “nur” Blog sein. Mal sehen, ob das in 2012 gelingt.

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Sicherheit á la BVG

“Sehr geehrte Damen und Herren, aus gegebenem Anlass bitten wie Sie, auf Ihre Wertgegenstände zu achten. Derzeit sind vermehrt Taschendiebe unterwegs.” Gut, soviel zum Thema “Zu Ihrer Sicherheit wird dieser Bahnhof videoüberwacht”, scheint ja super zu funktionieren. Schön auch, dass beim U-Bahnhof direkt vor meiner Haustür offenbar an den unwichtigen Stellen eingespart wird, wer braucht schon diese total überflüssigen Nothaltedinger.

Wenn ein Notfall eintritt, weiß die BVG ja schon vorher davon, da jeder Winkel durchgehend überwacht wird – zu meiner eigenen Sicherheit. Da stellt sich schon fast die Frage, wozu es diese Nothalt/Notrufteile überhaupt gibt. (Dieser Abschnitt könnte Spuren von Ironie enthalten.)

Immerhin scheint die Überwachung zumindest dann zu funktionieren, wenn jemand heimlich auf dem Bahnsteig raucht. Sind aber volltrunkene Halbwahnsinnige unterwegs, gibt´s offenbar keine Durchsagen. Naja, auch die BVG kann ihre Augen ja nicht überall haben. Dafür gibt´s dann ja diese Notruf-Sprech-Teile, an denen (wenn man Glück) hat, auch wirklich irgendwer am anderen Ende sitzt.

Nun, vielleicht habe ich diese ganze “Service-Offensive” und “Sicherheits”-Debatte auch nur falsch verstanden.

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Kafka? Kenn´ ich irgendwoher…

Es passiert ja selten genug, dass mein Blick an irgend welchen Plaketten oder Aufklebern hängenbleibt, weil da meist nur Quatsch drauf steht, aber diesmal fiel mir “Kafka” ins Auge. Und das an einem Kiosk der Deutschen Bahn auf dem S-Bahnhof Schönhauser Allee. Literatur bei der Bahn? Und dann noch so schräges Zeug? Mein Interesse war geweckt.

Doch einige Augenblicke später kam die Ernüchterung, gepaart mit latenter Aggression ob des (wie hätte es auch anders sein sollen) recht grotesken Inhalts des kleinen Plakats. Nicht etwa Franz Kafka, sondern die “Kein Alkohol für Kinder Aktion (KAfKA)” steckt dahinter.

Ach, jetzt ist es also schick, sich zu einer Aktion zu bekennen, die nichts anderes fordert als das, was das Jugendschutzgesetz ohnehin zwingend vorschreibt? Was heißt denn das jetzt? Dass die Bahn vorher doch Alkohol an Kinder verkauft hat, aber jetzt damit aufhört? Wo ist denn dann der “Kein Tabak für Kinder”-Aufkleber?

Auf der offiziellen Seite zur Aktion (klickst Du hier) findet sich Folgendes:

“Um Jugendschutz erfolgreich umsetzen zu können, reicht es nicht, nur Eltern aufzuklären, sondern besonders das Verkaufspersonal in Geschäften, Supermärkten, „Spätkäufen“ und Tankstellen usw. muss einbezogen werden.”

Hmm, was sagt mir das jetzt? Dass kein Verkäufer jemals auf die Idee gekommen ist, sich nach dem Sinn des überall pflichtmäßig aushängenden Jugendschutzgesetzes zu erkundigen, oder dass man tatsächlich glauben soll, dass jemand, der Alkohol verkauft, tatsächlich nicht weiß, dass der Verkauf an Kinder verboten ist? Ich weiß nicht, was absurder ist.

Aber wenn wir schon bei “Ich mache mit!”-Schildern sind, bin ich dringend dafür, dass alle Radfahren ab sofort einen Sticker auf der Stirn tragen müssen, auf dem steht: “Rot gilt auch für mich. Ich halte an.”

 

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Welche Ironie

Heute habe ich einige Dinge über mich und andere Menschen gelernt.
Zum einen, dass richtige Entscheidungen auch dann noch richtig sind, wenn sie unerwartete Konsequenzen nach sich ziehen. Zum anderen, dass Worte manchmal nur Worte sind, ohne Inhalt und tatsächlichen Gehalt.

Es sind Tage wie dieser, die den Sinn für Humor offenbaren, den das Schicksal ganz offensichtlich besitzt. Aus einem Gespräch, in dem man theoretisch eine schlechte Position hat, mit einem Lächeln hervor zu gehen und zu wissen, dass die plötzliche Wendung alles zum Besseren wendet…das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Für mich lösten sich heute eine ganze Reihe von Problemen ganz von selbst und das nur, weil ich eine Entscheidung getroffen hatte, zu der ich stehen kann. Es bringt also doch was, seinen Überzeugungen treu zu bleiben, sich nicht für etwas aufzugeben, das nur Schall und Rauch ist, das nicht notwendigerweise Teil meines Lebens sein muss.

Wirklich witzig daran ist, dass sich ein Problem von selbst gelöst hat, dass ich mir selbst eingebrockt habe – ironischerweise dadurch, dass ich zu viel Rücksicht auf andere genommen habe. Es ist schon ziemlich verrückt, dass mir dann vorgeworfen wird, eben diese Rücksicht an anderer Stelle nicht zu nehmen. Witzig auch, dass derjenige, der mir Vorwürfe machte, weder die Hintergründe der Situation kannte, noch sich dazu herablassen wollte, sich zunächst mal meine Version der Geschichte anzuhören. Da wird mit Halbwissen, nur gemutmaßten “Tatsachen” und allerlei anderem um sich geworfen…naja, so lange, bis man selbst Fakten auf den Tisch legt. Dann beginnt ein Herumrudern, ein Ausweichen, ein Erfinden von eventuellen, “hätte-man-ja-machen-können”-Versionen, die natürlich unter Echtweltbedingungen völliger Unfug gewesen wären. Hauptsache nicht zugeben, dass man überhaupt keine Hintergründe kannte, einfach drauflos eskalieren. So ist´s recht. Mir jedenfalls, wenn sich dadurch Probleme lösen, anstatt dass neue aufgeworfen werden.

Freiheit, du süße, ich bin bereit.

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Karkand, Du hier?

Ein wenig ist das fast wie nach-Hause-kommen, wieder durch die Straßen von Karkand zu schleichen und auf Feinde zu lauern. Ja, ich habe gerade den ersten DLC zu BF3 angezockt: “Back to Karkand”. Sofort kommt das alte Gefühl jener durchzockten Nächte wieder hoch und ja, es macht nicht nur noch immer Spaß, sondern mit der neuen Technik sogar richtig viel mehr Spaß als im schon einige Jahre alten Vorgänger. Waren damals Häuser und Hindernisse unzerstörbar, lässt sich nun fast alles in Schutt und Asche legen, Hausfassaden inklusive. Wer schon immer die lästigen Sniper buchstäblich aus dem Gebäude ballern wollte, hat nun die Chance dazu. Die Engine ist wirklich ein Hammer, was aber auch dazu führt, dass meine 5870 nur auf “High” und ohne Deferred AA wirkliche flüssige Action auf den Screen bringt. Das AA ist, ebenso wie die Ambient Occlusion, ein echter Performancekiller.

Schön, dass man die neuen Waffen im Rahmen kleiner Missionen freispielen muss und nicht sofort auf dem silbernen Tablett serviert bekommt. So schafft das Addon neben der Abwechslung auch Motivation. Wobei ich sagen muss, dass die Partie auf “Wake Island” ziemlich ernüchternd war. Fast unbezwingbare Helikopter und Flugzeuge, die man selbst mit geeigneten Waffen nur in Ausnahmefällen vom Himmel holt, machen das Ganze zu einer ziemlich öden Angelegenheit. Dafür rocken natürlich “Sharqui Peninsula”, “Strike at Karkand” und “Gulf of Oman” richtig, an einigen Stellen sinnvoll erweitert und absolut atemberaubend vom Look. Ich habe heute zum ersten Mal gesehen, dass sogar die Armbanduhr meines Soldaten die Sonne reflektiert…ja, das sieht man nur, wenn man gerade erlegt wurde.

Nach einer intensiven Partie sind besonders die Stadtlevels kaum wiederzuerkennen, überall stehen brennende Panzerwracks, liegen Trümmer herum und klaffen Löcher in Hauswänden, die vorher nicht dort waren. Absolut grandios gemacht und ein würdiges Revival der zu Recht beliebtesten Maps aus BF2.

Ach ja, so ziemlich jeder Besitzer von BF3 sollte den DLC kostenklos bekommen, denn der ist Bestandteil der “Limited Edition”, die hierzulande die normale Ladenversion ist.

Also, wie sehen uns in Karkand. Hoffentlich im selben Team.

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An einem Wintermorgen

Ein sehr altes Stück Poesie, muss mehr als 10 Jahre her sein…

An einem Wintermorgen

berührtest meine warme haut
schon oft an jenem tage
hast mich gefangen
mit anmut und glanz
jeder deiner gedanken
einem sanften blicke gleich
lässt mich neu erwachen
wie kühler hauch von deinem mund
mit jedem kristallnen stern
ziehst tiefer mich du in deinen bann
so unbeschreiblich schön
dass ich ewig bleiben will
und dennoch weiß
dass deine pracht den tod mir bringt
langsam schwindet meine wärme
in deiner umarmung
doch nichts wünsche ich mir mehr
zu kalt bin ich schon
als dass ich bleiben könnte
du bist der schnee der auf mich fällt
du bist was mich schwinden lässt
du bist mein lächeln an einem wintermorgen

 

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Einmal Schnauze halten, bitte!

Dieser Guttenberg regt mich auf. Erschleicht sich auf perfide Art einen Titel, ist dabei zu dämlich, clever zu bescheißen und kommt jetzt wieder aus dem Loch gekrochen. Und, was dem Ganze die Krone aufsetzt, er tut auch noch immer so, als wäre gar nichts gewesen!

Ich weiß ja nicht, wie´s an der Uni Bayreuth läuft, aber ich musste schon bei meiner Diplomarbeit einen Wisch unterschreiben und damit erklären, dass alles Geschriebene von mir stammt bzw. korrekt zitiert ist. Das wird bei einer Doktorarbeit wohl ähnlich sein. Und Herrn Guttenbergs Argument Ausrede, die Arbeit wäre über mehr als 80 Datenträger verteilt gewesen und daher hätte er den Überblick verloren, aus welchen Quellen die Inhalte stammten ist mehr als Beweis dafür, dass dieser Mann entweder nicht wissenschaftlich arbeiten kann oder selbst für gute Ausreden zu arrogant ist. Und mal im Ernst: 80 Datenträger? Was hat Herr zu Guttenberg denn da für Daten gespeichert? Jede Seite seiner Arbeit auf einer separaten 3,5″-Diskette, oder wie?

Ich weiß, dass das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, besonders über lange Zeiträume hinweg, ein hohes Maß an Koordination und einen langen Atem benötigt. Diese Fähigkeiten aufzubringen ist aber Teil der Qualifikation, die man für die Erlangung eines Titels vorweisen muss. Herr zu Guttenberg scheint hier versagt zu haben, wenn er das Wichtigste im wissenschaftlichen Arbeiten, die korrekte Quellenangabe, in eklatantem Maße ignoriert hat. Und ja, nach meiner Auffassung kann es sich hier nur um Absicht handeln. Einen “Fehler” zu bedauern, wie Herr zu Guttenberg es nach eigener Aussage tut, ist irgendwie schon was anderes als zuzugeben, dass man absichtlich betrogen hat, eine Arbeit eingereicht hat, von der man selbst wusste (!), dass an etlichen Stellen die Quellenangaben fehlten und ganz offensichtlich kein moralisches Problem damit hatte. Es ist ja nicht so, dass es um sinngemäß zitierte Passagen geht, bei denen sich hinterher ggf. wirklich mal ein Problem mit dem korrekten Bestimmen der Quelle ergeben könnte…nein, es geht um wortwörtlich übernommene Teile anderer Arbeiten. Dass zu Guttenberg die Chuzpe besitzt, hier von Versehen zu sprechen, ist schlicht grotesk und disqualifiziert ihn in meinen Augen nicht nur als Minister (der er Gott sei Dank nicht mehr ist) sowie als Wissenschaftler (der er vielleicht nie war) und Mensch. Als Bestätigung dessen reißt Herr zu Guttenberg derzeit gerade das Maul auf und greift die an, die ihm während des politisch aktiv runtergespielten Skandals die Treue hielten.

Sollte Ridley Scott demnächst einen Film drehen, ich hätte einen Titelvorschlag: “Plagiator”, in der Hauptrolle Russell Crowe.

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